Was es mit dem „Ministerium für Neugier & Zukunftslust“ auf sich hat…
In den letzten Monaten wurde ich immer wieder gefragt, was es mit dem „Ministerium für Neugier & Zukunftslust“ auf sich hat und warum ich mich dort als Botschafter eingetragen habe.
Für mich ist Neugierde mein systemisches Lebenselexier: Sie hält mich beweglich, lässt mich Fragen stellen statt vorschnelle Antworten zu verteidigen und öffnet neue Perspektiven im Umgang mit Menschen, Organisationen genauso wie in Konfliktsituationen.
Zukunftslust bedeutet für mich die aktive Lust an dem, was wir „Zukunft“ nennen, bewusst teilzunehmen. Dies tue ich mit Entscheidungswillen statt Resignation, mit Gestaltungsfreude statt Zynismus.
Niklas Luhmann bringt es treffend auf den Punkt:
Die Zukunft bleibt unbekannt, anders wäre sie nicht als Zukunft erkennbar, aber das Unbekanntsein der Zukunft ist zugleich die wichtigste Ressource des Entscheidens.
(aus dem Skript des Vortrags von Niklas Luhmann, gehalten an: «Soft society : eine internationale Konferenz über die kommende Informationsgesellschaft», 28.10.-3.11.96 in Berlin)
In Coaching, Supervision und Mediation ist diese Kombination zentral:
- Neugierde auf das, was hinter Positionen, Mustern und Geschichten steckt.
- Zukunftslust auf Lösungen, die heute noch nicht sichtbar sind, morgen aber den Unterschied machen können.
Wenn wir neugierig bleiben, kultivieren wir eine Haltung, in der Lernen, Entwicklung und Innovation möglich werden für Führungskräfte, Teams und ganze Organisationen. Wenn wir unsere Zukunftslust ernst nehmen, hören wir auf, Veränderung nur zu „managen“, und beginnen, sie gemeinsam zu gestalten.
Genau deshalb engagiere ich mich als Botschafter für das Ministerium für Neugier & Zukunftslust. Weil wir gerade in diesen Tagen Bilder von Zukunft brauchen, die uns nicht ängstigen, sondern anziehen und Formate, in denen Fragen stellen ausdrücklich erwünscht ist!
Wie pflegst du persönlich deine Neugier? Wo spürst du in deinem Arbeitsalltag echte Zukunftslust?